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wie neulich schon im artikel über die “e-mail-marketing” firma tecadress ltd angedeutet scheint kommentarspam in wordpress nach wie vor ein thema zu sein. das hier verwendete plugin antispam bee von sergej müller hat zwar eine trefferquote die gegen 100% geht, aber trotzdem will der spamverdacht ordner hin und wieder auf false positives untersucht werden. meine beschwerde beim provider bei dem die spamschleuder von tecadress steht (und lustigerweise auch deren seite hostet) wurde zwar zur kenntnis genommen, getan hat sich jedoch nichts. in diesem fall war das problem einfach zu lösen da die “kommentare” immer von den gleichen 2 ips kamen, also einfach via .htaccess den zugriff blockiert.

ähnlich sieht es mit dem andauernden kommentar-spam von/für de.grand-pianos.org aus. keine angst, der link führt zu einem leidensgenossen – den gefallen tue ich ihnen nicht. der versand erfolgt(e) ebenfalls immer über eine ip, in diesem fall die 93.89.194.8. als abuse kontakt hierfür habe ich via ip lookup postmaster@tkk.pl gefunden. die seite die im kommentar mehrmach verlinkt wurde löst ebenfalls auf eine polnische ip auf, von daher habe ich mir die beschwerde-mail direkt gespart. der spammer tritt übrigens unter einfallsreichen pseudonymen wie piano trade, piano man, gopiano und pianodraft auf. dürfte dem einen oder anderem sicherlich auch bekannt vorkommen. anyway, ich habe wie auch bei tecadress die ip gesperrt und hoffe dass somit fürs erste ruhe ist.

aber kommen wir zum nächsten kandidaten: leider habe ich eben erst entdeckt, dass die firma nayoki interactive advertising gmbh aus münchen auch auf der dmexco in köln gewesen ist. einige kollegen von mir waren ja auch auch vor ort. hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mal einen darauf angesetzt. dann hätte er sich mal nach einer sophia (at) nayoki.de erkundigen können und ob sie denn nichts besseres zu tun hat, als unpassende kommentare in blogs zu streuen. jeweils mit backlink auf die firmenseite versteht sich. peter, michael und benjamin hatten auch schon das vergnügen mit nayoki.

von “kommentaren” in blogs abgesehen scheint den leuten bei der online marketing-agentur des internationalen medien- und kommunikationsdienstleisters arvato (der übrigens zu bertelsmann gehört) auch sonst jede methode recht zu sein. so wird zum beispiel über solche seiten direct-mobile: eine marke der arvato, dem medien- und kommunikationsdienstleister der bertelsmann ag” beworben. man beachte jeweils die blogroll, zwischen den links auf den anbieter für mobiles internet immer mal einen wikipedia link gestreut um den anschein von authority zu wahren. der großteil der links auf die schönen wordpress blogs die dann auf die kundenseite linken kommen wiederum auch durch spam-kommentare in diversen blogs. ganz grosses tennis! white hat seo sieht meiner meinung nach anders aus, aber es muss ja jeder selbst wissen was er seinen kunden verkauft.

hin und wieder frage ich mich, inwiefern es sinn macht meine blogs auf dofollow zu betreiben. direkt darauf stellt sich allerdings die frage wo der sinn darin bestehen soll links auf nofollow zu setzen. ein blog ist mit sicherheit nicht dazu da dahergelaufene menschen mit links zu versorgen, seinen kommentatoren links grundsätzlich zu verwehren kann es aber meiner meinung nach auch nicht sein. wie man die sache letztendlich handhabt muss natürlich jeder selbst wissen. ich brauche in der regel keine 3 sekunden um an name, art des kommentars und link zu erkennen, ob es sich um spam von pseudo seos handelt oder nicht und entscheide dann ob ich den link bzw den ganzen kommentar zulasse oder lösche.

ihr werdets schon erraten haben, ich bin gegen den nach wie vor herrschenden linkgeiz. hier zum beispiel gibts 5 gute gründe dofollow links zu setzen von fabian. wer was halbwegs produktives zu sagen hat bekommt auch seinen backlink. viele haben ja angst mit zunehmender zahl ausgehender links eben diese abzuwerten, aber das halte ich für etwas übertrieben. bei seokratie geht man sogar soweit links auf die konkurrenz zu empfehlen. warum auch nicht? die themenrelevanz ist somit jedenfalls gegeben und es muss ja nicht ein direkter mitbewerber sein. für diejenigen die nur manche kommentarlinks “werten” lassen wollen gibt es das wordpress plug-in nofollow case by case welches euch, wie es der name schon vermuten lässt, fall für fall entscheiden lässt.

fazit: kommentarspam in blogs wird es wohl immer geben, da sie zumindest vorübergehend funktionieren. warten wirs ab was es in zukunft noch für antispam-lösungen geben wird.


4 kommentare zu “nayoki, grand pianos und sonstiger spam”

  1. Ich hab da auch so eine Kristin von kindertrends*c o m. Hab mir “ihre” links mal so angesehen und komme zu dem Schluss, dass die Kommentare nicht von einem Mensch erstellt wurden. Teilweise fehlt einfach die Logik, der Sinn und der Zusammenhang. Gibt es für WP ein Kommentar-Spam-Script? Mir ist schlecht…

    Jessy

  2. hi jessy. ja, die kristin hatte ich auch bereits auf einer anderen seite zu gast. wobei die aber noch kreisklasse spielt wenn ich mir so die (kaum vorhandenen) backlinks anschaue. da spielen die von mir oben erwähnten in einer ganz anderen liga.

    als schutz gegen spam habe ich hier antispam bee im einsatz. sehr empfehlenswert.

    florian

  3. Hihi, jetzt hat es doch glatt deinen Pingback als Spam erkannt, weil da etwas von gewissen Tasteninstrumenten drin vorkam. Diese depperten Spamfilter aber auch immer… ;-)

    Elias

  4. hi elias. eben genau das ist das problem: die spamfilter funktionieren zwar ganz gut inzwischen, doch um den check auf false positives hin und wieder kommt man leider nicht herum :-(

    florian

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